Organisation ist das halbe Leb…äh…der halbe Urlaub. Am liebsten machen wir klassische City-Trips und da möchten wir alles vorher gut planen um die knappe Urlaubszeit auch in vollen Zügen genießen zu können. Das wir dann auch mal unseren Plan am Urlaubsort ändern oder wir uns die Sehenswürdigkeiten in einer anderen Reihenfolge ansehen ist meist vorprogrammiert. Das stört uns aber keineswegs, denn es macht Urlaube spannender, wenn man sich nicht an einen fixen Plan halten muss. Trotzdem ist es uns gerade bei Kurztrips wichtig, vorab gut informiert zu sein, damit wir keine Zeit verschwenden.
Das fängt schon bei der Bezeichnung von wichtigen Stationen der Reise in der lokalen Sprache an. In Tokio ist es uns mal passiert, dass wir einen Taxi-Fahrer hatten, der weder englisch sprechen noch verstehen konnte. So konnte er auch nicht den Namen unseres Hotels (Holiday Inn) lesen. Mit superlangsamem Flughafen-WLAN haben wir uns dann mühsam den Hotel-Namen in japanischen Lettern gesucht. Dann war für den Taxifahrer alles klar… Gut, ein Taxifahrer sollte schon etwas englisch können, vor allem wenn er viele Touristen herum fährt. Aber aus dieser Situation haben wir gelernt.
Und noch ein weiteres Beispiel: auf unserer 3-wöchige Reise quer durch Südafrika wollten wir bestens vorbereitet sein. Deshalb hatten wir auch viel zu viel Gepäck im Schlepptau. Bei meinem Koffer ging, bei einem Inlandsflug, ein Rad kaputt. Ihr könnt euch vorstellen wie schnell sich da die Urlaubsfreude in Urlaubsfrust verändert. Von da an mussten Thomas und ich uns abwechseln beim Koffer ziehen, denn zum Tragen war der Koffer einfach zu schwer. Damals habe ich mir geschworen nie wieder so viel mitzunehmen und auf Handgepäck umzusteigen – und zwar eines zum Tragen! Das war auch der Anstoß zu unserer Recherche nach dem besten Reisegepäck. Mehr dazu in unserem Beitrag „Wir lieben unseren Tortuga“.
Ja und aus einigen, weiteren Hoppalas haben wir viel für unsere zukünftigen Reisen gelernt. Nach und nach wollen wir nun von uns behaupten, dass sich unsere Reisevorbereitungen im Laufe der Zeit zu unserem Vorteil wesentlich verändert haben.
So bereiten wir uns in 5 einfachen Steps auf einen Urlaub vor:
- Wo will ich hin?
- Was nehme ich mit?
- Was will ich sehen?
- Sicherheit geht vor!
- Anfang und Ende vom Urlaub
Zu 1. Wo will ich hin?
Viele Urlauber haben eine Bucketlist und können sich oft nicht entscheiden welches Reiseziel zuerst kommt. Es gibt einfach zu viele schöne Fleckchen auf der Erde. In unserem Beitrag „Reisen zur besten Zeit“ erklären wir dir wie du das Optimalste aus deiner Reise rausholst!
Zu 2. Was nehme ich mit?
Das leidige Thema. Man will ja gerade als Frau auf alle Situationen vorbereitet sein. Daher kurze Kleidung, lange Kleidung, Abendkleidung und vor allem genügend Schuhe mitnehmen. Ja ja und dann heißts schleppen wie ein Packesel. Die Lösung klingt ganz einfach und erfordert nur etwas Vorbereitung: „durchdachtes Handgepäck“.
Denn weniger ist immer mehr:
- Das heißt vor allem, dass man nicht alles mitnehmen muss – denn 1. es gibt meist immer alles vor Ort auch zu kaufen und 2. im Koffer soll ja immer auch noch Platz sein für neue Kleidung, die im Urlaub geshoppt wird!
- Handgepäck muss nicht aufgegeben werden – ergo ergibt das kein Risiko, dass der Koffer verloren geht.
- Damit auch nur das eingepackt wird, was gebraucht wird benötigt man eine Reiseliste! Ich überlege mir vorab schon was ich wann anziehe, das heißt meine Liste besteht konkret aus Outfit 1, Outfit 2, etc. Und ich packe nur Sachen ein, die alle farblich zusammen passen. Das ermöglicht mir einen Rock sowohl lässig am Tag mit Pulli zu kombinieren als auch abends mit einem schönen Shirt. Hier gehts zu meiner „Reiseliste„.
- Thema Flüssigkeiten im Handgepäck: am besten kauft man sich dazu Reisegrößen von Zahnpasta etc. oder leere kleine Fläschchen, in denen man die eigene Kosmetik einfach umfüllt. Für Mädls empfehle ich meinen Blog-Beitrag: „Make-Up im Urlaub?“
- Tragen statt Ziehen: ich bevorzuge Gepäck zum Tragen- auch wenns schwerer ist als einen Koffer nachzuziehen. Die Vorteile: beide Hände sind frei und es gibt keine Gefahr, dass man den Koffer wo stehen lässt/vergisst oder dieser in einem Moment der Unachtsamkeit gestohlen wird. Stiegen und Kopfsteinpflaster machen da auch keine Probleme.
Zu 3. Was will ich sehen?
Wir sind keine Fans von reinen Bade- und Strandurlauben, daher brauchen wir immer was zu entdecken. In jeder neuen Stadt wollen wir vor allem zuerst einmal die typischen Touristen-Attraktionen sehen, bevor wir uns an Geheimtipps wagen. Daher recherchiere ich vorab viel über mein Urlaubsziel. Ich suche in Google, diversen Reiseblogs (in meinem Beitrag „Inspiration“ zeige ich euch die Blogs, die ich gerne lese), Reiseführern, etc. nach den Top-Sehenswürdigkeiten. Mein Plan:
- Ich schreibe mir alle Sehenswürdigkeiten raus, die ich sehen will.
- mit Google Maps versuche ich die Sehenswürdigkeiten nach Stadtteilen zu ordnen (damit man nicht zuerst nach A und dann nach Z und wieder zurück nach B läuft)
- Unser Tipp für die reibungslose Navigation vor Ort: „CityMaps2go“ bietet eine tolle Möglichkeit um ohne Internetverbindung (und somit keine Roamingkosten) von A nach B zu kommen. Durch die Nutzung der eingebauten GPS-Funktion des Smartphones wissen wir immer unseren aktuellen Standort und finden uns somit in jeder Stadt zurecht. (Hier stellen wir dir „Unsere Top-Reise-Apps“ vor!)
- Grobe Übersicht schaffen: Tag 1: Stadtteil A besichtigen, Tag 2: Stadtteil B etc.
- Detail-Planung – dazu ein Beispiel zum Verständnis: möchte ich mir zB. an Tag 2 ein Museum anschauen, dann recherchiere ich die Öffnungszeiten. Meist kann man Tickets auch schon vorab online kaufen – was oft billiger ist als vor Ort. Und noch ein Vorteil: mit Online-Tickets gibt es keine Warteschlange!
- Mahlzeit! Ebenfalls hat es sich bei mir schon super bewährt, dass ich mir in den jeweiligen Stadtteilen vorab tolle Restaurants (ich lese immer die Bewertungen auf Tripadvisor) raussuche und oft auch einen Tisch reserviere! Dadurch entfällt die Restaurantsuche oder die Frage „was essen wir am Abend?“ und in meinem Fall freu ich mich dann schon richtig auf den Abend, da ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss – ein fixer Tisch in einem tollen Restaurant ist uns sicher.
Zu 4. Sicherheit geht vor!
Safety first! Damit meine ich, dass ich mir bei meiner Recherche auch gerne Gedanken über die Sicherheit im Land oder der Stadt mache. Ein Bespiel dazu: ich war im April 2013 in Tokio und hatte vorab ein etwas mulmiges Gefühl wegen dem Atomkraftwerk in Fukoshima. Während unserer Reise war gottseidank dann eh alles okay, aber man weiß ja nie was passiert. Bei meiner Google Recherche bin ich auf folgende 2 Infos gestoßen, die ich für sehr wertvoll halte:
- Wichtige Reiseinformationen rund um Sicherheit im Urlaubsland, Reisewarnung, Visum, Botschaft etc findest du hier: https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/
- Ebenfalls empfiehlt das BMEIA (Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres) sich bei einer Auslandsreise zu registrieren. So weiß das österreichische Außenministerium wo man ist und kann im Krisenfall sofort Hilfe leisten. Das geht ganz einfach mit einem Online-Formular: http://www.reiseregistrierung.at/
Außerdem scanne ich alle relevanten Reiseunterlagen (Reisepass, Versicherungsunterlagen, Tickets, Reservierungen etc.) ein und speichere sie in meiner Dropbox. Dadurch kann ich jederzeit (Voraussetzung: Internet) darauf zu greifen.
Zu 5. Anfang und Ende vom Urlaub
Ein schöner Urlaub beginnt gut geplant. Mach dir daher über folgende Punkte Gedanken:
- für alle Pflanzen- oder Tierliebhaber zuhause: evtl. Familie oder eine Freundin organisieren, die sich um Blumen, Tiere und Post kümmert
- am Vorabend des Abfluges unbedingt Flugzeiten online checken (evtl. hat sich der Flug verschoben) + online einchecken und Sitzplatz auswählen, sowie Flugticket als QR-Code auf das Handy speichern
- Handy unbedingt vor Abflug aufladen (nicht das am Gate der Akku leer ist und du dein Ticket nicht vorzeigen kannst)
- abklären welche Transportmittel (+ Preis) es vom Flughafen zum Hotel gibt?
- ab/bis wann ist Check-In beim Hotel?
- Wetter und Temperatur in Zieldestination
Und damit du wieder gut heimkommst:
- alle Kästen im Hotelzimmer vorm Auschecken durchsehen, nicht dass du etwas vergisst (besonders häufig werden übrigens Handyladegeräte vergessen!)
- Wieder Flugzeiten online checken, falls sich etwas kurzfristig bei der Airline geändert hat.
- Früh genug vom Hotel zum Flughafen aufbrechen- es kann immer ein Stau, Unfall etc. dazwischen kommen, sodass du den Heimflug versäumen könntest.
Vielleicht warst du auch schon mal in einer ähnlichen Situation, aus der du für deine weiteren Reisen gelernt hast? Oder hast du den ultimativen Reise-Tipp für uns? Wir freuen uns sehr, wenn du das mit uns in den Kommentaren teilst!
